Auf Partnersuche: 6 Single-Boni, die man zuvor nochmal genießen sollte

Single zu sein ist für viele zwar nicht der Optimalzustand. Aber es hat unbestreitbare Freiheiten, die man nun nochmal auskosten sollte.

Wer sich entschlossen hat, ein Profil auf partner.sh anzulegen, hat entschieden, einen Schnitt zu machen: Beendigung des Single-Daseins, Eingehen einer Beziehung mit allen sich ergebenden Tatsachen.

Eine gute Entscheidung. Aber aus den Single-Tiefen in den Partnerschafts-Steigflug zu gehen bedeutet auch, dass man spätestens dann, wenn man sich mit jemandem erstmalig trifft, auf gewisse Dinge verzichten muss, die man einfach nur als Single tun kann, wenn man einen Partner nicht vergrätzen möchte.

Die folgenden Dinge sind zwar optional, aber durchdenken sollte man sie alle.

Warum man es tun sollte

In der folgenden Liste finden sich Dinge, die man als Single nur sporadisch, vielleicht auch nie getan hat. Stellt sich die Frage, warum man sie jetzt nochmal tun sollte.

Ganz einfach: „Zum Abgewöhnen“. Nicht dass die Partnerschaft keinen Spaß machen würde, genau das Gegenteil ist ja der Fall. Aber unser Gehirn neigt schnell dazu, Dingen nachzutrauern, nur weil es sie nicht mehr erleben darf.

Was diese Liste umfasst, ist letztlich klassisches Abstoßen der Hörner – das hat weniger mit dem eigenen Lebensalter zu tun als dem Lebenswandel. Und der ist bei Singles nun mal naturgemäß anders, weil man auf niemand anderen Rücksicht nehmen muss.

1. Den Wohnungszustand nach eigenem Gusto definieren und genießen

Single zu sein bedeutet natürlich nicht, generell in relativem Chaos zu leben – das bloß ein TV-Klischee.

Was das Singledasein aber tatsächlich bedeutet, ist, dass nur der eigene Sinn für Ordnung bestimmt, wie es zuhause aussieht.

Der eine ist vielleicht ein absoluter Sauberkeits-Purist, der täglich den Schrubber schwingt. Der andere mag vielleicht eher das „kontrollierte Chaos“ und reinigt nur dann, wenn es wirklich nach breitgesellschaftlichen Maßstäben notwendig ist.

Sie alle eint jedoch, dass mit dem Ende des Singlelebens der Abschied davon eingeleitet wird. Irgendwann besucht einen der Partner, bleibt übers Wochenende, bekommt eine eigene Schublade. Und wenn man den Weg weitergehen will, wird man irgendwann ganz zusammenziehen.

Deshalb sollte man sich jetzt nochmal die Zeit nehmen und sein Zuhause so genießen, wie man es mag – egal wie man das definiert.

Egal ob man zuhause Ordnung oder ihr Gegenteil liebt. Spätestens wenn ein neuer Partner einzieht, wird sich beides ändern.

2. Den Rasierer Rasierer sein lassen

Die überwiegende Anzahl aller Frauen und Männer tendiert dazu, sobald ein potenzieller Neu-Partner in ihr Leben tritt, in den absoluten Hochleistungsmodus in Sachen Körperpflege zu schalten.

In der heutigen Gesellschaft gehört dazu auch zwingend der Griff zum Rasierer, um zwischen Kopfhaut und Zehen sämtliche Härchen akribisch zu entfernen, die dort gemäß gängigem Schönheitsideal nicht hingehören – man will sich dem/der Neuen ja in optischer Bestform präsentieren.

Vermeiden lässt sich das nicht. Deshalb sollte man es jetzt nochmal ausgiebig genießen, die Dusche ohne den automatischen Griff Rasierer betreten zu können. So viel Gemütlichkeit kann man sich erst nach einigen Beziehungsjahren wieder erlauben.

3. Freie Liebe genießen

Zu einer neuen Partnerschaft gehört natürlich auch Sex – statistisch gesehen sogar sehr früh, mit insgesamt 59%, die es im ersten Monat, der ersten Woche oder gar beim ersten Date tun.

Aber: Jeder Mensch definiert guten Sex etwas anders, hat andere Vorlieben. Manche mögen vielleicht auch Dinge, die sie zumindest in der Beziehungs-Frühphase niemandem eröffnen möchten

Und es kann durchaus lange dauern, bis man partnerschaftlich so aufeinander eingespielt ist, dass man immer das bekommt, was man braucht. Hier fehlt in frischen Beziehungen häufig schlicht die gemeinsame Routine für mehr als Standardsex.

Noch ist man jedoch Single. Noch kann man, wenn man Lust auf Sexkontakte hat, einfach zugreifen und genießen – und dabei exakt das bekommen, was man selbst mag, ohne dabei auf das große Ganze, das eine Beziehung neben dem Sex immer ist, Rücksicht nehmen zu müssen.

Marotten sind zum Ausleben da. Wem sie allerdings peinlich sind, der sollte sie genießen, bevor er sie dem Neu-Partner wegen unterdrückt.

4. Seine Marotten voll ausleben

Der Kölner sagt „Jeder Jeck is anders“. Und obwohl Köln weit entfernt ist, stimmt dieser Satz auch bei uns im Norden voll und ganz.

Wir alle haben unsere kleinen und großen Marotten. Die eine putzt die Wohnung am liebsten nackt. Der andere schläft nur mit Teddybär, der Dritte kocht sich gerne so scharfes Essen, dass es fast den Pfannenboden heraushaut.

Egal was es ist und egal ob die Wissenschaft genau weiß, dass solche Spleens zur Seelengesundheit beitragen, man wird in der Anfangszeit einer Beziehung immer glauben, sie nicht zeigen zu können – denn die meisten Menschen denken, dass ihre Marotten ausnehmend schräg seien und andere Menschen verwirren würden.

Wir versuchen erst gar nicht, diese Ansicht zu ändern, obwohl niemand marottenfrei ist und auch vermeintlich schräge Dinge weite Verbreitung haben. Viel mehr optieren wir dafür, seine Marotten nochmal so richtig auszuleben und zu pflegen, bevor man sie sich, zumindest in den ersten Beziehungsmonaten, schamvoll verkneift.

5. Seinen Medienkonsum genießen

Beziehungen sind immer ein großer Gleichmacher. Denn natürlich müssen zwei Menschen dabei auf allen Ebenen Kompromisse eingehen.

Und was Fernsehen, Musik usw. anbelangt, wird man mit dem Eintritt in eine Beziehung schon freiwillig enorm auf die Bremse treten. Nicht nur, weil man sich lieber mit dem Partner befasst, sondern auch, weil man ihn auch an diesem Punkt nicht mit seinen Eigenheiten verschrecken möchte.

Also egal, ob man für sein Leben gerne trashige Castingshows schaut, Serien grundsätzlich in einem Rutsch „weg-binget“, bei Liebesschnulzen gerne in einem tränendurchtränkten Taschentuch-Meer versinkt oder Action-Knaller dank Heimkinosystem in „Originallautstärke“ genießt: Jetzt ist der Zeitpunkt, dieses mediale Steckenpferd nochmal kräftig zu striegeln, bevor man sich mit dem/der Neuen höchstens an harmlose Mainstream-Unterhaltung begibt.

6. Hemmungslos naschen ohne schlechtes Gewissen

Wenn man vor dem Fernseher sitzt und sowieso weiß, dass kein Partner einem demnächst leicht vorwurfsvoll auf den Bauch deuten wird, gehen Gummibärchen, Schokoeis und Chips problemlos tüten- bzw. packungsweise weg – vollkommen frustfrei und ohne schlechtes Gewissen.

Doch wer auf Partnersuche ist, will sich natürlich auch hier von seiner besten Seite zeigen. Und dazu gehört neben den reinen körperlichen Auswirkungen des naschigen Kalorienkonsums natürlich auch der Habitus: Man will sicher nicht, dass jemand halbwegs Fremdes mit Partner-Ambitionen mitbekommt, wie man ungeniert Nutella direkt aus dem Glas löffelt – das ist eng verwandt mit den Marotten.

Wer Nuss-Nougat-Creme für eine hauptsächlich zu löffelnde Nascherei hält, sollte seiner Naschkatze jetzt nochmal die Freiheit lassen.

Übertreiben sollte man es zwar wegen der „gewichtigen Auswirkungen“ sicher nicht. Aber jetzt sollte man es nochmal genießen, hemmungslos naschen zu können, bevor das nagende Gewissen im Hinterkopf Abstinenz diktiert, um vor dem neuen Partner gut auszusehen.

7. Richtig ausgiebig feiern gehen

Single-Leben, Freitagabend. Keine Lust, vor dem Fernseher zu verbringen. Was tut man? Man verabredet sich mit seinen Freunden, begibt sich ins nächste Kneipenviertel, den nächsten Club und feiert, als gäbe es kein Morgen mehr.

Nein, nicht dass man mit einem neuen Partner nicht mehr ausgehen würde. Aber die Erfahrung zeigt bei den meisten ziemlich deutlich, dass diese Form des Freizeitspaßes umso kürzer treten muss, je tiefer man sich in der Beziehung befindet.

Bei den wenigsten geschieht das unfreiwillig – man „zähmt“ sich gemeinsam in gewisser Hinsicht. Bis in die Puppen den Tanzboden unsicher zu machen und von Bar zu Bar zu ziehen wirkt immer unattraktiver, wenn man lieber mit seinem Schatz einen gemütlichen Abend machen kann. Vielleicht zuvor ein gemeinsamer Restaurantbesuch, oder gleich der Lieferservice.

Doch gerade Charakteren, die zuvor echte Party-Tiere waren, bleibt dabei im Hinterkopf oft ein schaler Beigeschmack. Man vermisst das Nachtleben, die sorglose Feierei. Aus dem Grund sollte man sich jetzt davon nochmals eine ordentliche Dosis holen, damit man mit gutem Gewissen sagen kann, nichts verpasst zu haben.

8. Freundschaften und zeitaufwendige Hobbies pflegen

Es ist wohl einer der unbestreitbaren Vorteile des Single-Daseins, dass, abgesehen von den Stunden auf der Arbeit, genau 100 Prozent der gesamten Freizeit eines Tages, eines Wochenendes und jedes einzelnen Urlaubstages einem selbst gehört.  

Und sehr viele Dauer-Singles haben sich in diesem Zustand wunderbar eingerichtet. Man kann, falls die Freunde ebenso Singles sind, unglaublich spontan sein. Das bezieht sich sowohl auf gemeinsame Aktionen hierzulande, wie man ebenso von einem Moment auf den anderen Tag beschließen kann, Urlaub einzureichen und sich zu einem Trip an ferne Gestade aufzumachen.

Häufig ist des die gleiche Freiheit, die auch dafür sorgt, das solche Singles sich nicht nur ein Hobby zulegen, sondern es sehr ausufernd betreiben – es gibt ja schließlich zuhause niemanden, der genervt reagiert, wenn man nach Feierabend stundenlang Gitarre spielt oder den ganzen Samstag auf dem Fußballplatz verbringt.

Natürlich, der Beginn einer Beziehung ist definitiv nicht das Ende von Freundschaften und Hobbies. Aber es gibt da nun mal jetzt jemanden, der Zeit beansprucht. Zeit, die man natürlich gerne spendet. Aber eben auch Zeit, die vom Freunde-und-Hobby-Konto abgezogen wird – der Tag hat schließlich nur 24 Stunden und am Schlaf kann man ebenso wenig sparen wie an der Arbeitszeit.

Jetzt nochmal alles durchziehen, was man schon immer machen wollte. Übermäßig Geld für Ausrüstung ausgeben und Zeit „verschwenden“. Dieser Luxus neigt sich dem Ende entgegen.

Bildquellen:

1) unsplash.com © Austin Schmid

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